Berufsorientierungsstufe

Berufsorientierung

Jahrgangsübergreifende Klassen

Seit dem Schuljahr 2016/17 werden die Schüler*innen in jahrgangsgemischten Lerngruppen (7. – 10. Schulbesuchsjahr) unterrichtet.

Momentan gibt es in der Berufsorientierungsstufe 5 Lerngruppen mit jeweils maximal 12 Schüler*innen.

Durch das jahrgangsübergreifende Arbeiten haben die Schüler*innen die Möglichkeit sich gegenseitig zu unterstützen, die Individualität jedes Schülers/ jeder Schülerin kann durch die geringe Gruppengröße gut berücksichtigt werden. 

Logbuch

 

In ihren Logbüchern heften die Schüler*innen ihre jeweiligen Wochenpläne ab. Außerdem gibt es u.a. einen Bogen für wöchentliche Zielvereinbarungen, Rückmeldebögen für Arbeits- und Sozialverhalten (wird nach jedem Unterrichtsblock durch die jeweilige Lehrkraft ausgefüllt), den aktuellen Stundenplan sowie eine Liste der wichtigsten Termine hinsichtlich der Berufsvorbereitung für das aktuelle Schuljahr. 

Übersicht über die Berufsorientierungs-Maßnahmen

Berufswahlpass

 

Der Berufswahlpass wird jährlich an alle Schüler*innen der Jahrgangsstufe 7 ausgehändigt. Anschließend begleitet der Berufswahlpass die Schüler*innen bis zu ihrem Abschluss. Ab Jahrgangstufe 7 arbeiten die Schüler*innen kontinuierlich an den Inhalten und nutzen den Berufswahlpass als Sammelelement für wichtige Dokumente und Nachweise (Praktikumsbewertungen etc.), welche sie u.a. nach der Schule für Bewerbungen benötigen. 

Ziel ist es, die Schüler*innen dabei zu unterstützen, bis zum Ende ihrer Schullaufbahn eine qualifizierte und realistisch begründete Berufswahl treffen zu können. 

Betriebserkundungen

Während der gesamten Berufsorientierungsphase finden in regelmäßigen Abständen sogenannte Betriebserkundungen in Betrieben unterschiedlicher Berufsfelder statt.

Ziel ist es, den Schüler*innen beispielhafte Einblicke in die verschiedenen Bereiche der jeweiligen Betriebe zu gewähren und somit Kontakte zu den Verantwortlichen potentieller Praktikums- bzw. Ausbildungsbetriebe herzustellen.

Berufsmesse

Die Schüler*innen erhalten die Möglichkeit einmal im Jahr an der Berufsmesse in Wächtersbach und an der Bergwinkel-Ausbildungsbörse teilzunehmen und sich hier über die Angebote der regionalen Ausbildungsbetriebe zu informieren. Zudem werden aktuell auf der Berufsmesse Wächtersbach die besten Praktikumsberichte vom Arbeitskreis Schule und Wirtschaft prämiert. 

Arbeitslehreunterricht

Das Unterrichtsfach Arbeitslehre wird dreistündig in der Mittel- und Berufsorientierungsstufe unterrichtet. Hierbei können die Schüler*innen folgende praktische Kompetenzen erwerben: Frühstücksdienst, Malerarbeiten (z.B. Streichen von Klassenräumen), Haushaltstätigkeiten (Wäsche waschen, Reinigungsarbeiten im Schulgebäude), Kochen, Backen, Gartenarbeiten etc. Zudem fertigen sie in der schuleigenen Holzwerkstatt eigene Werkstücke an.

In der Klasse 9 findet der Arbeitslehreunterricht an der Berufsschule „Kinzig-Schule“ statt. Durch die dort unterrichtenden Lehrkräfte werden die Schüler*innen in verschiedenen Berufsfeldern vorbereitet.

KomPo 7

 

In der Jahrgangsstufe 7 findet hausintern das Kompetenzfeststellungsverfahren KomPo 7 statt.  Hierbei werden die Kompetenzen (z.B. Durchhaltevermögen, Teamfähigkeit,  Leistungsbereitschaft) der Schüler*innen u.a. bei handlungsorientierten Gruppenaufgaben beobachtet, in einem Kompetenzprofil dokumentiert und den Schüler*innen und Erziehungsberechtigten in einem Gespräch rückgemeldet.

Boys & Girls Day

 

Für die meisten Schüler*innen bedeutet der Boys & Girls Day eine erste Kontaktaufnahme mit der Berufs- und Arbeitswelt. 

Ziel ist es, den Schüler*innen durch einen „Arbeitstag“ in einem selbst gewählten Unternehmen einen Einblick in dessen Betriebsalltag zu gewähren. Zudem sollen die Schüler*innen die Möglichkeit erhalten, eigene Fähigkeiten praktisch zu erproben. Sie erhalten direkte Antworten auf ihre Fragen und können, auch im Hinblick auf das in der Jahrgangsstufe 8 folgende Praktikum, erste Kontakte zu Arbeitgeber*innen knüpfen. 

Der Boys & Girls Day findet jeweils im April für alle Schüler*innen ab der Jahrgangsstufe 7 statt. 

Betriebspraktikum

 

Das Betriebspraktikum findet jährlich für alle Schüler*innen ab dem 8. Schulbesuchsjahr statt. Die Praktikumszeit beträgt drei Wochen. In Ausnahmefällen kann das Praktikum ab dem 10. Schulbesuchsjahr verlängert werden. Ihren Praktikumsbetrieb dürfen die Schüler*innen frei wählen, wobei jedoch darauf geachtet wird, dass es sich bei dem angestrebten Beruf um eine für die Schüler*innen realistische, d.h. mit einem Berufsorientierungs- bzw. Hauptschulabschluss erreichbare, Betätigung handelt. 

TalenteWerkstatt

Die TalenteWerkstatt wird jährlich für alle Schüler*innen der Klasse 8 in Kooperation mit der Gesellschaft für Wirtschaftskunde e.V. durchgeführt und findet in deren Räumlichkeiten in Hanau statt. Die TalenteWerkstatt dauert zwei Wochen. Während dieser zwei Wochen erhalten die Schüler*innen Einblicke in unterschiedliche Berufsfelder, wobei jedes Berufsfeld zunächst theoretisch durchleuchtet und anschließend praktisch erprobt werden kann.

Ziel der TalenteWerkstatt ist es, den Schüler*innen zu ermöglichen, eigene, individuelle handwerkliche und soziale Fähig- und Fertigkeiten zu entdecken, um somit eine bessere Wahrnehmung für das eigene Können zu entwickeln. Das abschließend angefertigte und individuell ausformulierte Kompetenzprofil kann den Schüler*innen während ihres Berufswahlprozesses als Unterstützung dienen und bei der Auswahl möglicher Praktikumsplätze behilflich sein.

 

Kooperation mit der Agentur für Arbeit 

Ab der Jahrgangsstufe 8 werden die Schüler*innen in regelmäßigen Abständen durch den lokalen Reha-Berater der Agentur für Arbeit betreut. Dieser unterstützt die Schüler*innen bei der Orientierung hinsichtlich ihres beruflichen Werdegangs nach Beendigung der Schulzeit und vermittelt sie bei Bedarf an weitere Bildungsinstitutionen.

Die Gespräche finden in den Räumlichkeiten der Max-Wolf-Schule BFZ statt. 

BIZ-Besuch

Durch den Besuch des Berufsinformationszentrums (BIZ) in Hanau lernen die Schüler*innen die Räumlichkeiten der Agentur für Arbeit kennen und sammeln Informationen über einen Beruf ihrer Wahl. 

 

Kooperation mit der Berufsschule 

 

In der Jahrgangsstufe 9 findet der Arbeitslehreunterricht an der Kinzig-Schule in Schlüchtern statt. Dort lernen die Schüler*innen auf praktischer und theoretischer Ebene verschiedene für sie realistische Berufsfelder (z.B. Holz, Farbe, Ernährung, etc.) kennen. Der Unterricht wird durch die Lehrkräfte der Kinzig-Schule durchgeführt. 
Vorab findet für die Schüler*innen der Jahrgangsstufe 8 ein "Tag der offenen Tür" statt.

Projektprüfung

 

Die Projektprüfung findet im 9. und 10. Schulbesuchsjahr statt. In Kleingruppen (3-4 Personen) erarbeiten die Schüler*innen eine Präsentation zu einem selbstgewählten Thema. 

Das Bestehen der Projektprüfung ist Voraussetzung zum Erhalt eines Berufsorientierungsabschlusses. 


Erste Hilfe Kurs

Seit dem Schuljahr 2015/16 wird für alle Schüler*innen der Klasse 9 ein Erste- Hilfe- Kurs von den Mitarbeiter*innen des Malteser- Hilfsdiensts angeboten. Hierbei erhalten die Schüler*innen die Möglichkeit einen Erste- Hilfe- Schein zu erwerben, den sie u.a. für den späteren Erwerb eines Führerscheins benötigen. 

PSU

Die Abkürzung PSU steht für Psychologische Eignungsuntersuchung. Es handelt sich um einen Test, welcher im 10. Schulbesuchsjahr durch die Agentur für Arbeit durchgeführt wird. Auf Grundlage der PSU-Ergebnisse werden gemeinsam mit dem Reha-Berater der Agentur für Arbeit nachschulische Fördermaßnahmen besprochen und festgelegt. An den Gesprächen nehmen neben dem Reha-Berater und den Schüler*innen auch die Erziehungsberechtigten, sowie die zuständigen Lehrer*innen teil.